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Durch einen glücklichen Zufall hatte ich kurzfristig die Möglichkeit, beim Stilpirat einen Hochzeitsfotografie-Workshop zu besuchen. Kurz gesagt: Es war super! Nachdem ich Steffen bereits im letzten Jahr kennen und schätzen gelernt habe, hat er nun meine Erwartungen an diesen Workshop voll und ganz erfüllt und übertroffen.

Durch einen tollen Workshop, einen für die Fotografie brennenden Dozenten, einem fantastischem und wohlwollenden Brautpaar (Danke! Maral und Christian) und tollen und interessanten Teilnehmern war es ein toller Tag in Buchholz in der Nordheide. Die Anreise hat sich gelohnt!

Hier noch ein paar Fotos vom „Rudelknipsen“.

 

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Schon lange erwartet, hat der Stilpirat sein erstes gedrucktes Buch Ende November veröffentlicht. Wer darin erwartet, über technische Details, Aufnahmetechniken usw. eine ausführliche Beschreibung zu bekommen, wird bitter enttäuscht werden. Das ist nicht das Ding des Stilpiraten. Er probiert lieber aus, bis es passt. Das Buch beschreibt eher das fotografische Leben eines Suchenden, der scheinbar nie zur Ruhe kommt, der Fehler macht, wieder aufsteht, einem, der gegen Wände rennt, um sie einzureißen, statt sich von ihnen aufhalten zu lassen. Dieses Buch ist das Logbuch eines Piraten, der auf rauher See von Insel zu Insel segelt, um seinen Schatz, das Eine, dieses perfekte Bild, das Geschehen, diesen einen Moment festzuhalten.

Sein literarisches Erstlingswerk (zumindest als Print) beschreibt seinen Weg in die Fotografie, wie er zu seinem eigenen Stil fand und immer noch findet. SEINEN Stil. Und er tritt Dir liebevoll in den Allerwertesten dies ebenfalls zu tun – nämlich deinen eigenen Stil zu finden, statt den Anderer zu imitieren.

Steffen Böttcher teilt seine Erkenntnisse, warum Festbrennweiten besser als KIT-Objektive sind, beschreibt seine Entdeckung von Perspektive, Brennweiten, Verschlußzeiten und Schärfentiefe und warum letztere doch nicht die sichergeglaubte Allzweckwaffe ist. Licht ist, wie auch auf der Knackscharf-Tour, ein wichtiges Kapitel. Genauso kommen aber die Techies mit Themen wie HDR, Tilt/Shift, Kugel und Brenizer-Panorama auf ihre kosten. Der Stilpirat beschreibt sein teils unnützes fotografisches Wettrüsten, Zweifel, Frust und wie man damit umgehen und sich selbst wieder aus der Pampe ziehen kann. Steffen Böttcher macht dabei auch vor der Verwendung von Kraftausdrücken nicht halt, auch wenn ihn nach eigenen Aussagen das Lektorat hier immer wieder in die Schranken wies. Hier und da hätte ich mir mehr Details gewünscht, aber in den Passagen, wo sich mir Fragen stellen, sehe ich es als Antrieb, es gefälligst selbst herauszufinden.

Dieses Buch ist anders. Es packt Dich, wie eben – eine Abenteuergeschichte. Für mich ist dieses Buch vor allem eins: Pure Motivation! Es zeigt, dass auch ein Fotograf, der das wärmende Feuer des fotografischen Olymps schon deutlich spürt, auch mit dem Schotterweg am Fuße des Berges angefangen hat. Dieses Buch zeigt Dir, wie Du die Steine aus dem Weg räumst und nicht in die Versuchung kommst, Dir gar eigene in den Weg zu legen.

Wer Steffen Böttcher, wie ich auf der Knackscharf-Tour 2011, persönlich kennenlernen durfte, der merkt schnell, dass er für die Fotografie brennt. In seinen Adern fließt Entwickler, aus seinen Poren strömt die Leidenschaft für das perfekte Bild und jeder, der nicht von seinem Virus angesteckt wird, lebt in einer eigenen Biosphäre. Und genau diese Leidenschaft trieft förmlich von jeder Seite dieses Buches und spornt Dich an, ihm nachzutun und endlich in See zu stechen!

Ay, Cäpt’n! Tampen los!

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