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Lange habe ich mit mir gerungen – Lohnt sich der Umstieg vom Nikon 85mm 1:1.8D auf den Nachfolger Nikon 85mm 1:1.8G?

Durch einen glücklichen Zufall kam ich nun relativ günstig an das Nachfolgemodell, was mir die Möglichkeit gibt, beide Linsen mal -rein subjektiv- miteinander zu vergleichen. Dabei werde ich allerdings keine Test-Charts abknipsen und irgendwelche hochwissenschaftlichen Tests in der Sahara und am Nordpol durchführen. Das überlasse ich den Experten aus den diversen Foren.

Eine weitere Frage, ob das 1:1.4G einen Preisunterschied von mehr als 1000€ rechtfertigt, hat Paddy bereits in seiner Blogpost beantwortet. Da ich dieses Objektiv nicht besitze, nehme ich sein Statement (wie so oft) als gegeben hin.

Kommen wir zuerst zu den nüchternen Spezifikationen:

Nikon 85mm 1:1.8D

Nikon 85mm 1:1.8D

  • Maximale Blende: f/1.8
  • Minimale Blende: f/16
  • Optischer Aufbau Linsen/Glieder: 6/6
  • Minimalabstand: 85cm
  • Gewicht: 380g
  • Filterdurchmesser: 62mm
Nikon 85mm 1:1.8G

Nikon 85mm 1:1.8G

  • Maximale Blende: f/1.8
  • Minimale Blende: f/16
  • Optischer Aufbau: 9 Linsen in 9 Gruppen
  • Minimalabstand: 80cm
  • Gewicht: 350g
  • Filterdurchmesser: 67mm
  • SWM – Silent Wave Motor

Von den reinen Specs besitzt das G-Modell also mehr Linsen/-gruppen und hat einen größeren Filterdurchmesser. Zudem ist es etwas leichter, was man tatsächlich spürt. Das D-Modell hat zwar mehr Blendenlamellen (9) als das 1:1.8G (7), allerdings wirkt die Blendenöffnung etwas “runder”. Insgesamt ist das G-Modell auch etwas größer: so ca. einen Objektivrückdeckel.

Durch den eigenen AF-Motor, welches das G-Modell besitzt, ist die Linse auch an den Modellen D3200 und D5100 verwendbar. Grundsätzlich ist das auch beim D-Modell der Fall, aber eben ohne Autofokus.

Autofokus ist ein gutes Stichwort: Als erstes fiel mir auf, dass der AF des 1:1,8G relativ langsam ist – vielleicht sogar langsamer als der des 1:1,8D. Ich habe es nicht gemessen, aber diese -wieder rein subjektive- Empfindung kann auch daran liegen, dass der AF-Motor des D-Modells deutlich spür- und hörbarer ist und man so ein direktes “feedback” hat, wenn der Autofokus sitzt.

Für beide Modelle musste ich in meinem Fall die AF-Justierung der D700 bemühen, da die defaults für mich kein zufriedenstellendes Ergebnis ergaben. Zur Einmessung verwende ich meist den Fokus-Detektor von Traumflieger. Es gibt hierfür auch fertige Modelle von Spyder, u.ä., aber mir reicht das Basteldings. (Memo an mich selbst: Vielleicht sollte ich aber auch einfach mal aufhören,  ständig in jede Aufnahme bis zum Anschlag hinein zu zoomen.)

Dem 1:1,8G wird nachgesagt, dass es durch seine asphärischen Linsen die Bildung von Lens Flares verringern bzw. vermeiden soll. Eigentlich mag ich Lens Flare, aber aufgrund des derzeit fehlenden Sonnenscheins kann ich Gegenlichtsituationen in diesem Test ohnehin nicht berücksichtigen. Dazu vielleicht später mal mehr, wenn sich endlich mal wieder der Lorenz zeigt.

Kommen wir aber zu den Bildern. Nachfolgend mal zwei Testaufnahmen, für die die “Test-Schantalle” des Hauses buchstäblich den Kopf hinhalten musste. Die Bilder sind in keinster Weise bearbeitet und erheben keinen künstlerischen Anspruch. Die Belichtungseinstellungen sind jeweils gleich (Blende 2,2, Zeit 1/1250s, ISO 400). Auch wurden keine Profilkorrekturen vorgenommen. Fokussiert wurde aus Kamerasicht auf das rechte Auge.

Nikon 85mm 1:1,8G Portrait

Nikon 85mm 1:1,8G

Nikon 85mm 1:1,8D Portrait

Nikon 85mm 1:1,8D

 

 

 

 

 

 

 

Für meine Begriffe ist das 1:1,8G einen Tick kontrastreicher und etwas “wärmer” in der Wiedergabe.

Für die Schärfefetischisten hier noch mal ein Crop des Fokuspunkts:

Nikon 85mm 1:1,8G Crop

Nikon 85mm 1:1,8G

Nikon 85mm 1:1,8D Crop

Nikon 85mm 1:1,8D

 

 

 

 

 

 

 

Hier zeigt sich für mich der größte Unterschied. Allerdings, wie schon oben erwähnt, habe ich für beide Objektive eine AF-Justierung vorgenommen und ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob dies nicht die Ursache für den Unterschied ist oder ob es wirklich am Objektiv liegt. Das werde ich bei Zeit mal erforschen.

Insgesamt zeigt sich wieder, dass der Vorgänger nicht unbedingt sofort kaputt ist, sobald ein Nachfolgemodell erscheint. Aus anderen Quellen habe ich aber bereits schon gehört, dass die D-Modelle generell an der D800 merkwürdige Resultate hinsichtlich Schärfe liefern. Ob das nun an der Kamera, welche derzeit anscheinend noch generell Probleme hat, oder am Objektiv liegt, kann ich nicht bewerten, da ich den Body nicht besitze. Für die, die schon auf die mögliche D600 schielen, ist das G-Modell sowieso die richtige Wahl, da sie wahrscheinlich wie die D3200 und D5100 keinen eigenen AF-Motor besitzt.

Ich werde das 1.8G auch auf jeden Fall behalten. Weitere Aufnahmen werden demnächst folgen.

Nikon AF-S 28mm 1:1.8GNun ist das Nikkor AF-S 28mm 1.8G auch bei amazon vorbestellbar.

Ich habe mir die letzten Tage diverse Einträge zu der Linse durchgelesen und bin schon sehr gespannt auf das neue Objektiv. Von den reinen Daten passt es mir super in den Kram; so liegt es fast in der Mitte der von mir gewünschten Brennweiten 35 und 24mm. Dies ist zwar “nur” ein 1.8er, statt ein 1.4er, dafür aber auch für weniger als die Hälfte des Preises.

Das 28mm 1:1.8G ist kompatibel zu digitalen Nikon Spiegelreflexkameras mit FX-Format oder DX-Format sowie zu digitalen Spiegelreflexkameras der Einstiegsklasse, die keinen integrierten Autofokusmotor besitzen. Das Objektiv wird wahrscheinlich Ende Mai ausgeliefert. Sobald es hier auf dem Tisch liegt, gibt es mehr.

Update: Das Objektiv ist mittlerweile eingetroffen. Ein Quick-Test folgt demnächst hier.

Nikon hat heute drei neue Produkte vorgestellt. Die Nikon 3200 als Einsteigermodell, den passenden WLAN-Adapter WU-1a und das Nikkor 28mm f/1,8G.
Nikon D3200Die Nikon 3200 kommt schon mit sehr guten Leistungsdaten daher.

  • CMOS-Sensor im DX-Format mit 24,2 Megapixel
  • Full-HD (1080p)-Video
  • ISO 100-6.400
  • Serienaufnahmen mit 4 Bilder/s
  • Autofokussystem mit 11 Messfeldern
  • Kompatibel mit dem WLAN-Adapter WU-1a

Letzteres ist besonders interessant, wenn man bedenkt, dass der Adapter gerade mal 70.- € kosten soll. Die weiteren WLAN-Adapter von Nikon, wie der WT-4 oder der WT-5 reißen ansonsten ein ziemlich großes Loch in den eigenen Geldbeutel. Der WU-1a ist derzeit auch nur mit der D3200 und mit einem Smartphone oder Tablet mit Android kompatibel. Ich hoffe, dass hier ebenfalls noch iOS und andere Kameramodelle unterstützt werden.

Die Kamera wird wahrscheinlich mit einer 18-55mm KIT-Scherbe für ca. 700.- € ausgeliefert. Bei dem Preis kann man schon fast nicht mehr von einem Einsteigermodell sprechen, aber ich bin trotzdem mal gespannt. Die Samples sehen aber schon mal gut aus.

Interessanter für mich wird es beim neu erschienen Objektiv, dem 28mm f/1.8G. Zum einen schiele ich schon lange auf das 24mm f/1.4G, welches aber auch locker mit 1.800.- € zu Buche schlägt. Zum anderen liegt es fast in der Mitte vom 24mm und dem 35mm. Somit könnte das eine echt gute Alternative sein. Der Preis liegt wahrscheinlich bei 700.- € und wird Ende Mai verfügbar sein.

 

 

nikon50mm18g Bei dem ganzen Trubel um das Erscheinen der Nikon D4 ist fast die Neuauflage des 85mm f/1.8 untergegangen. Das 85mm-Objektiv ist das Portraitobjektiv schlechthin. Wenn man bedenkt, dass das f/1.4G mit knapp 1600.- € zu Buche schlägt, ist die Linse mit wahrscheinlich 530.- € jetzt eine ideale Ergänzung des Nikonportfolios. Zwar gibt es auch noch weiterhin das Nikon 85mm f/1.8D, welches sich aber nicht an Kameras ohne eigenen AF-Motor (D3100, D5100) betreiben lässt. Ob ein Wechsel vom f/1.8D zum 1.8G für die anderen lohnt, kann ich derweil nicht beurteilen. Wenn möglich, werde ich mal versuchen, eine Teststellung zu ergattern. Näheres zum neuen Objektiv gibt es auf der Produktseite von Nikon.

Persönlich bin ich mit dem 1.8D sehr zufrieden. Vor einiger Zeit habe ich den Wechsel vom 50mm f/1.8D auf das 50mm f/1.4G gewagt und muss im Nachhinein festhalten, dass der Unterschied nicht so gravierend ist. Negativ war sogar die deutlich langsamere AF-Geschwindigkeit.

2011-mrt-geldern-0005 Ja, ich kenne die Diskussionen hinsichtlich der Qualität von Objektiven von Fremdherstellen, wie Sigma, Tamron und Co. Diese Diskussionen sind auch nicht ganz unbegründet, wie mich der Kauf des Sigma 24-70mm 2,8 DG EX HSM lehrte. Allerdings muss man auch bedenken, dass das entsprechende Pendant beim Originalhersteller Nikon mal fast das Doppelte kostet Nikon AF-S Zoom-Nikkor 24-70mm 1:2,8G ED).
Tatsächlich habe ich bemerkt, dass ich ein Opfer der Serienstreuung geworden bin und die Fokussierung insbesondere im Offenblendbereich stark zu wünschen übrig ließ. Dieser Effekt verstärkte sich umso mehr bei einer weitwinkligen Brennweite, sodass ich erst ab Blende 4 brauchbare Ergebnisse erhielt. Herb enttäuscht war ich kurz davor, meine Lehren daraus zu ziehen (“Wer billig kauft, kauft doppelt”) und das Sigma gegen das Original einzutauschen.

Doch dann kam mir Idee, einfach mal beim Sigma-Service anzurufen und mein Problem zu schildern. Kurzerhand wurde mir angeboten, dass ich das Objektiv (optional samt Kamera) zur Justierung des Fokusses einschicke. So packte ich also das Objektiv ein und schickte es nach Sigma – ohne Kamera, da sich für mich hier eh bald ein Wechsel ergibt und ich ins Vollformatlager wechseln möchte. Nach ca. 12 Tagen erhielt ich mein Objektiv zurück und war absolut überrascht, aufgrund der Verbesserungen. Die Fokussierung ist knackscharf bei Blende 2,8 – auch bei allen Brennweiten, die Abbildungsleistung insgesamt sehr gut, das Bokeh butterweich. Ich habe nicht den Vergleich zum “Original”, aber für rund 800 Euronen ist es ein ordentliches, lichtstarkes Objektiv.

Zusätzlich muss ich sagen, dass ich mit dem Sigma-Service sehr zufrieden bin. Die Auskünfte waren konkret und die Zusagen hinsichtlich Zeit waren richtig.

Sicherlich kann man sich nun fragen, warum nicht gleich so? Die Antwort dürfte sich dann bestimmt im Preis widerspiegeln.Ob ich nochmal ein Sigmaobjektiv kaufen würde, kann ich im Moment nicht sagen. Die nächste Anschaffung wird das Nikon AF-S Nikkor 70-200mm 1:2,8G ED VR II sein, da habe ich mich bereits festgelegt. Allerdings hat Sigma recht ordentliche Linsen im extremen Weitwinkelbereich. Dort werde ich sie sicherlich in die engere Wahl mit aufnehmen.